Sonntag, 12. März 2017

Socke und ihr (fast eineiiger) Zwilling

Schon lange wollte ich es mal ausprobieren, jetzt hat es endlich geklappt: Sockblanks!

Ich habe mir von meiner Schwester eine Addi Kurbelmaschine ausgeliehen und zwei Fäden gleichzeitig "gekurbelstrickt".


Heraus gekommen ist ein langer Schlauch:



Nach dem Färben sah das Ganze dann so aus:


Übrigens eine gute Art um schon lange stehende Farbe aufzubrauchen.
Da mein Ziel eigentlich war, einen Sockblank für genau gerade ein Sockenpaar zu machen, habe ich gleich noch einen kürzeren gekurbelt, weil mir dieser grün-blaue viel zu lang war.
Den habe ich in Brombeertönen gefärbt,


 zu 2 identischen Knäueln gewickelt,


und gleich verstrickt:


Sehen sich doch sehr ähnlich, oder?
Leider habe ich jeweils nur ein Sockenbrett pro Größe, deshalb musste sich die eine Socke ordentlich strecken!
Die nächsten Zwillinge - aus dem grün-blauen Sockblank - sind schon angestrickt. Aber dazu beim nächsten Mal mehr.

Macht`s bunt
Silke





Mittwoch, 15. Februar 2017

Frühjahrsputz und Fussbodenheizung für mein Gewächshaus!

Die Sonne der letzten zwei bis drei Tage lockt nach draußen.
Und obwohl sowohl der Boden, als auch das Wasser im Brunnen immer noch gefroren ist, kann man an geschützten Plätzen schon im T-Shirt draußen in der Sonne sitzen.



Da habe ich die mittägliche Sonnenzeit nicht nur zum Vitamin D-tanken auf dem Gartenstuhl, sondern auch zum Frühjahrsputz für die Hochbeete und vor allem das Gewächshaus genutzt.




Im Gewächshaus hatte ich zwar schon angefangen mit Aufräumen, war dann aber wie es oft so ist, wegen irgendetwas unterbrochen worden, und dann ist es erst mal dabei geblieben.
Sah nicht schön aus mit den ganzen Tomaten-, Paprika und Gurkenmumien. Und roch auch nicht gesund. Wurde also Zeit, dass alles raus kam.




Von der Decke hängen keine Spinnen und Spinnweben, sondern meine aufgerollten Tomatenseile, an denen ich die Tomaten mit Hilfe spezieller Clips hochführe und festbinde. 

Und was war das jetzt mit der Fussbodenheizung?

Ich werde ca. die Hälfte der Gewächshauserde, also links und vor Kopf, ausschachten, mit etwa 30cm Pferdemist füllen, diesen richtig festtreten und wieder mit der Erde auffüllen. Das gibt einmal warme Füsse für die Pflanzen, aber gleichzeitig auch einen richtigen fetten Dünger für die Tomaten und Konsorten. Die haben die letzten Jahre gedarbt und haben es deshalb bitter nötig, dasss sie als Starkzehrer mal wieder so richtig gefüttert werden.
Die zukünftigen Pflanzen für die Mitte und rechts aussen, werden sich wohl noch ein Jahr gedulden müssen. Ich glaube nicht, dass ich das dieses Jahr noch rechtzeitig schaffe. Außerdem bin ich gespannt auf die Unterschiede vom Wachstum rechts und links. Und so lässt es sich auch am besten herausfinden, ob sich diese viele Arbeit auch lohnt!


Die Hochbeete habe ich grob abgeräumt. Auch dort ist die Erde immer noch gefroren. Deshalb kriegen sie ein warmes Kleidchen. Das Gerüst steht schon. Es fehlt noch die Plane, die darüber kommt, damit sich hoffentlich die Erde schneller erwärmt, und ich dann noch diese Woche mit den ersten Saaten starten kann. Geplant habe ich Möhren, Zwiebeln und den einen oder anderen schon vorgezogen Salat.
Ich hoffe, die Sonne bleibt noch ein paar Tage. Zumindest soll es ja wärmer werden.

Macht`s  bunt.
Eure Silke



Donnerstag, 9. Februar 2017

Juchuu, ich hab` sie entdeckt!

Ich hab` sie entdeckt, die ersten Frühlingsboten!




Leider noch nicht in meinem Garten, aber in der direkten Nachbarschaft.
In meinem Garten sind aber auch nicht allzu viele Frühlingsblüher zu finden. Also habe ich mir fest vorgenommen, im Herbst eine mittelgroße Pflanzaktion anzusetzen, damit ich mich im Frühling dann dran erfreuen kann - auch wenn die Wühlmäuse wieder einiges vernichten werden.
Aber, was gibt es Schöneres, als nach einem langen Winter die ersten Spitzen und Blüten von Schneeglöckchen, Krokussen, Narzissen und dergleichen durch die Erde spitzen zu sehen.
Da kommen Frühlingsgefühle auf!


Und man weiss, dass es nicht mehr unendlich weit ist bis zu ersten Aussaaten und Pflanzungen.
Das bringt mich wieder zurück zu meiner Gartenplanung. Zwei bis drei Beete habe ich fertig. Die restlichen sind zum großen Teil dauerbesetzt mit Kräutern und Färbepflanzen.
Dadurch, dass ich sozusagen an mehreren Standorten gärtnere, gibt es bei mir weniger die Einteilung nach Stark-, Mittel- und Schwachzehrern, als eher die Einteilung nach direkt am Haus und weiter weg in unserem "Wiesengarten".
Am Haus, da gibt es fünf Hochbeete und ein Gewächshaus und die eine oder andere Ecke mit Kräutern und Obst- und Wildobststräuchern. Im "Wiesengarten" bauen wir Kartoffeln, Tomaten zum Einkochen, Zucchinis, Kürbisse, und anderes an, was viel Platz braucht und dafür keine so regelmäßige Pflege und Beaufsichtigung.
Für die Gartenplanung habe ich mir überlegt, was ich anbauen will.
Was uns also gut schmeckt (zumindest den Meisten), was ich evtl. neu ausprobieren will (zum Leidwesen meines Mannes) und welche Sorten.
Wieviel davon ( ob nur zum direkt essen und verwerten oder auch zum einkochen, einfrieren, einlagern,...) und wann.
Dann die Überlegung, was ich wo anbaue, also am Haus oder im Wiesengarten, auf welchem Beet.
Was kann ich als Vor- oder Nachfrucht noch dazu nehmen, um den Platz auszunutzen und zwei bis drei Ernten pro Jahr zu erreichen.
Was muss ich (im Haus) vorziehen um den Eisheiligen ein Schnippchen zu schlagen oder die Erntelücken immer gleich zu besetzen
Wo passt über den Winter noch eine Gründüngung oder z.B. Spinat, den wir außerdem auch noch essen können.
Ganz wichtig auch die Sache mit der Fruchtfolge:
Also, was war letztes Jahr auf dem Beet und zu was kann ich dieses Jahr wechseln, ohne dass es zu einem Schädlingsbefall, Krankheiten oder Nährstoffmangel kommt.
Puuh, ganz schön viel zu bedenken! Das hat schon echt was von Zeitmanagement!
Das sieht bei mir für dieses Jahr so aus:



Vor etwa zwei Wochen habe ich dann angefangen, Zwiebeln und Salate und Paprika, Auberginen, Andenbeeren und Chilis vorzuziehen. Erst auf der Fensterbank, und dann unter einer LED-Pflanzenlampe. Man sieht, dass zumindest der Salat früher unter die Lampe hätte umziehen müssen. Er ist schon ordentlich vergeilt - mal sehen, ob`s noch was wird.
Hier einmal ein paar Bilder mit und ohne Lampe, damit man sieht, dass da auch was wächst:




Im Hintergrund stehen schon ältere Töpfchen mit Rucola im verschiedenen Stadium für die Winterversorgung.



Jetzt muss schon bald ein zweites Stockwerk mit Pflanzenbeleuchtung her, denn bald müssen die Tomaten ausgesät werden, außerdem Rote Beete und Kohlrabi und auch mit dem Pikieren kann ich nicht mehr lange warten und dann brauche ich sehr viel mehr Platz.

Soweit erst mal. Die Sonne ruft! 
Vielleicht finde ich ja auch bei mir die ersten grünen Spitzen, die aus der Erde schauen und Frühling rufen.

Macht´s bunt
Eure Silke





  



Freitag, 27. Januar 2017

Winterschlaf und Möhrensonnenuntergang!

Eigentlich betraf der Winterschlaf ja vorwiegend den Blog. Insgesamt war es über die Feiertage - ich weiss, Weihnachten ist schon laaaange vorbei - ziemlich turbulent. Dafür danach als Ausgleich etwas ruhiger, mit viel Planung und Nachdenken, Lesen und Lernen. Ein paar Dinge sind fertig geworden, z. B. diese Socken, die ich schon zu Weihnachten verschenkt habe:


Gefärbt habe ich die Wolle, wenn ich mich recht entsinne, mit Pferdeampfer. Farblich nicht gerade der Hit, aber es waren sowieso gedeckte Farben gewünscht, da passte es ja.
Dann habe ich mich wieder in einige meiner Gartenbücher vertieft. 
Anlass war der Entschluss, einen Gartenarbeitskalender aufzustellen, um den Platz in den Beeten möglichst auszunutzen und außerdem auch im Winter immer frisches Gemüse ernten zu können. Sowas ist nur mit guter Planung möglich!
Nicht, dass es mir wieder passiert wie diesen Winter, dass ich einen Großteil der Möhren erst ernte, wenn schon einiges an Frost drüber gegangen ist. 
Obwohl: es funktioniert auch! Ich habe die Möhren im angefrorenen Zustand geerntet, um Schlimmeres zu verhindern bevor eine angesagte längere Frostperiode alles vernichtet. Sie sind zum schonenden Auftauen in den Keller gewandert und dann habe ich sie in Sand eingeschichtet.



Einige hat es dahingerafft und die Kleinen hab ich erst gar nicht mit eingeschichtet, aber was ich inzwischen davon aus dem Keller geholt habe, war allermeisten noch knackig und gut. Der einzige Unterschied ist, das wahrscheinlich durch den Frost, sich die oberste Aussenschicht wie eine Haut von der Möhre abtrennt. Macht aber geschmacklich keinen Unterschied.

Zurück aus dem Keller, aber weiter mit Möhren:
Ich hatte ja schon von der Möhrensorte Purple Haze berichtet, die ich wegen der kleinen Mengen die ich hatte, eigentlich nur zum Wolle färben benutzt habe.
Ich hatte aber noch eine bunte Mischung an alten Möhrensorten ausprobiert, die von weiss über gelb, gelb mit rotem Rand und rot, einige verschiedene Färbungen und auch Geschmacksrichtungen aufzuweisen hatte.


Schön, oder?
Meine Koch- und Geschmacksprobe zeigte, dass auch da viele Anthocyane ( sehr gesunde rote Farbstoffe) enthalten sind.
Vorher:



Nachher:



Und dazu das Kochwasser:



Leider sagen sie der Familie nicht zu und sie fordern weiterhin die orangenen, `normalen´ Möhren.
Aber ich finde sie lecker und sehr abwechslungsreich, also bekommen sie auch dieses Jahr wieder ein kleines Stückchen Beet - nur für mich! ( Und vielleicht für die Wolle! ).
Übrigens sind wohl auch schon die konventionellen Bauern auf den Zug mit alten, besonderen Gemüsesorten aufgesprungen. Bei uns im Edeka habe ich folgendes entdeckt:



Da kann man ja noch auf ganz andere Ideen zur Verwertung kommen. Und sehr lukrative!
Abgesehen davon sind sie doch einfach schön!
Ein Möhrensonnenuntergang:


Damit wende mich erstmal wieder meiner Gartenplanung zu. Die ersten Sämereien sind schon in der Erde auf dem Fensterbrett oder auf dem Logenplatz unter der Pflanzenlampe. Aber dazu beim nächsten Mal mehr.

Macht`s bunt
Eure Silke












Donnerstag, 1. Dezember 2016

Eeeeendlich fertig!

Endlich ist es fertig!




Mein neues Webstück, Riesenschal, Schultertuch, noch zu nähendes Oberteil....?
Noch weiss ich nicht, was im Endeffekt daraus werden wird und benutze es derzeit als Schultertuch oder Schal.




Es ist ein bisschen kürzer geworden als geplant, da ich den zweiten Artyarnstrang nicht mehr genutzt habe, weil mir das Ganze sonst zu unruhig geworden wäre.
Ich habe dann noch mal nachgefärbt und auch angefangen zu spinnen, weil ich die Länge der Kettfäden doch ausnutzen wollte, aber die neue Färbung ist so anders geworden, dass ich nicht auf die letzten Zentimeter noch ein neues Farbthema einfügen wollte. Deshalb also die Entscheidung: lieber ein wenig kürzer als gedacht, dafür aber "rund".



Hier auf diesem Bild kommen die Farben am besten rüber.
Ohne die Fransen ist das gute Stück ( noch ungewaschen ) 1,60 m lang und 56 cm breit. 
Ob sich das durch das Waschen noch sehr ändert?! Ich bin gespannt...



Freitag, 11. November 2016

Winterblues - nein danke!

Es gibt - so scheint es mir jedenfalls - immer mehr Menschen, die in der dunklen Jahreszeit mit einer sogenannten Winterdepression zu kämpfen haben. Man fühlt sich energie- und antriebslos, würde am liebsten den ganzen Tag im Bett bleiben, ist unausgeglichen und gereizt,..

Durch das reduzierte Licht, die oft fehlende Sonne und die kurzen Tage, wird mehr Melantonin, dadurch aber weniger Serotonin gebildet. Melantonin ist das Schlafhormon, macht also müde und dämpft den Antrieb. Serotonin dagegen wird als Glückshormon bezeichnet und hebt die Stimmung.

Statt lockendem Sonnenschein, findet sich draußen oft nur nasskaltes trübes Wetter und wenn man nicht gerade ein Frischluftfanatiker ist oder der Hund einen nach draußen ruft, macht man es sich lieber mit einer heißen Tasse Tee auf dem Sofa gemütlich. Zumindest mir geht es meistens so.
Also weniger Licht, dafür aber mehr Tee?
Ich habe mir für den Winter ein besondere Teemischung zusammengestellt, die als Bestandteil gegen den Winterblues Johanniskraut enthält.

Leider gibt es aktuell nur noch schon verblühtes Johanniskraut zu finden, und des getrocknete Kraut gibt auch nicht das sonnige Gelb der Blüten wieder.


Johanniskraut

Das Johanniskraut ist eine robuste und winterharte Pflanze, die sich bei mir im Garten selber aussäht, um die ich mich also eigentlich gar nicht kümmern muss. Sie wird 50 - 90 cm groß und sucht sich gerne einen sonnigen Standort. Es gibt viele verschiedene Arten, heilwirksam ist das echte oder auch Tüpfel-Johanniskraut. Dessen Besonderheiten sind der zweikantige Stängel und die gegens Licht gehaltenen, wie perforierten Blättchen ( daher auch der lateinische Name: Hypericum perforatum ). Diese dunklen Pünktchen enthalten den roten Farbstoff Hypericin und sind kleine Drüsen mit Harz und ätherischem Öl und färben die Finger rot wenn man sie zerreibt.
Für Tee erntet man zur Vollblüte bei sonnigem Wetter die oberen blühenden Triebe und trocknet sie unzerkleinert im Schatten.



Johanniskraut wirkt stimmungsaufhellend, wie eine Lichttherapie von innen, weil es die Lichtaufnahme verbessert. Es wird deshalb als nebenwirkungsfreies Antidepressivum bei leichten und mittelschweren Depressionen und auch bei der so genannten "Winterdepression" eingesetzt.
Wichtig zu wissen wäre noch, dass Johanniskraut ganz selten eine Überempfindlichkeit gegen Licht hervorrufen kann, ein erhöhter Sonnenschutz ist dann nötig.

Anwendung:

Für eine Tasse Tee, 1-2 TL Johanniskraut mit kochendem Wsaser übergießen und 7 Minuten ziehen lassen. 2 - 6 Monate, also über die späte Herbst- und Winterzeit 2-3 mal täglich 1-2 Tassen trinken.

Das Johanniskraut ist auch äußerlich ein hervorragendes Wundheilmittel. Aber dazu mehr in einem anderen Post...

So, jetzt mach ich mir erst mal eine Kanne Tee - es ist so trübe draußen! 😉
Wenn ihr Erfahrungen mit Winterblues oder Johanniskraut habt, würde ich mich über einen Kommentar freuen!

Dienstag, 8. November 2016

Sonne fürs ganze Jahr - in Tomaten eingemacht!

Die Tomatenernte ist bis auf kleine Restchen beendet, und ich kann dieses Jahr auf einen großen Erntesegen zurückschauen. Konserviert in vielen großen und manchen kleinen Gläsern mit Tomatensoße. Das wird uns wohl in etwa das ganze Jahr bis zur nächsten Ernte reichen.
Dabei habe ich es mir möglichst einfach gemacht und fahre damit schon seit einigen Jahren sehr gut: einfach die gewaschenen Tomaten in Stücke schneiden, "kleinschreddern" ( das macht bei mir und für mich der Thermomix ) und kurz aufkochen. Dann fülle ich die Tomatensosse einfach wie Marmelade sofort heiß in saubere Gläser und stelle sie auf den Kopf. Das Würzen und Verfeinern geschieht bei mir dann beim Kochen...

Hier kommt jetzt ein Kellerbild. Das Bild ist zwar nicht schön, aber für mich ungemein befriedigend. Meine konservierte Ernte in den Keller zu bringen und ihr beim "Wachsen" zuzuschauen und zu wissen, wir sind über den Winter oder sogar bis zur nächsten Ernte versorgt. Da freut sich mein Selbstversorgerherz!





Dann werd' ich schauen, ob ich das Gewächshaus schon leer machen kann und endlich ausprobieren, was ich schon so lange geplant habe, nämlich das Gewächshaus innen mit Noppenfolie auskleiden. Die Materialien und auch die Anleitung = Schnittmuster habe ich gleich beim Gewächshauskauf mitbestellt. Nun soll es endlich zum Einsatz kommen.
Dann soll darin auch im Winter Salat und einiges andere wachsen.
Im Frühjahr habe ich die Außenwände vom Moos befreit und deshalb ist die Lichtausbeute jetzt auch besser und hoffentlich ausreichend.